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Telepolis special Kosmologie 01/2010
 
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Telepolis special Kosmologie 01/2010

Zeitschrift
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  • Vieles spricht dafür, dass wir bei weitem nicht die einzigen intelligenten Lebewesen im All sind. Allein in unserer Galaxis, der Milchstraße, könnten sich Millionen andere Zivilisationen entwickelt haben. Lange schien diese Vorstellung nur eine phantasievolle Spekulation von Science-Fiction-Autoren und Hollywood-Regisseuren zu sein. Inzwischen hat sich die Suche nach Außerirdischen zu einem ernsthaften Wissenschaftszweig gemausert, der die Ergebnisse seiner 50-jährigen Forschung selbstbewusst in der Öffentlichkeit diskutiert. Ein direkter Kontakt mit Außerirdischen oder auch nur ein konkreter Hinweis auf eine extraterrestrische Zivilisation lässt jedoch trotz aller Anstrengungen weiter auf sich warten.
     
    Diesem großen Rätsel des Universums und auch der Menschheit widmen sich in einem Telepolis special Kosmologie rund zwei Dutzend renommierte Wissenschaftler, Wissenschaftsjournalisten und Science-Fiction-Autoren. Sie setzen sich damit auseinander, warum die SETI-Projekte bisher noch nicht von Erfolg gekrönt waren, und erklären, wie Wissenschaftler eine systematischere Suche nach Zivilisationen im All aufbauen wollen. Ebenso gehen sie der Frage nach, wie sich Zivilisationen entwickeln, untersuchen, auf welche Arten sie kommunizieren könnten, und überlegen, was ein Kontakt für uns bedeuten würde.
     

    Eine wichtige Grundlage dieser kosmologischen Forschung ist die Erkundung des Weltraums mit Teleskopen. Die dem Sonderheft beigeheftete Video-DVD erklärt anschaulich den 400-jährigen Weg der Teleskopie, von Galileos erstem Blick auf den Sternenhimmel bis hin zu Entwicklungen wie riesigen vernetzten Radioteleskop-Arrays oder speziellen Weltraumteleskopen.

     
  • Mensch und Multiversum


      • Universum top secret!
        Ungelöste Geheimnisse und Rätsel des Alls
        Thomas Bührke

      • Lebewesen im All
        Wie Leben im Weltall entsteht und wohin es sich entwickelt
        Stephen W. Hawking

      • Jenseits aller kosmischen Horizonte
        Konzept der Parallel-Universen: Multiversen und Quantenwelten
        Max Tegmark

      • Per Wurmloch durchs Multiversum
        Wurmlöcher und der Traum von Überlicht-Antrieben
        Lawrence H. Ford und Thomas A. Roman

      • Ist da draußen wer?
        Bislang war die Suche nach außerirdischer Intelligenz erfolglos
        Ian Crawford

      • Wo steckt ET?
        Zehn Thesen zur (Nicht-)Existenz von extraterrestrischen Zivilisationen
        Niels Boeing

      • Unbekannte Lebensformen aus der Tiefe
        Frank Schätzing über den Einfluss von Science-Fiction
        Usch Kiausch

      Kosmische Intelligenzen

      • Langlebigkeit von Intelligenz
        Die Folgen der kurzen Lebensdauer von Zivilisationen
        Isaac Asimov

      • Eine Million Zivilisationen
        Die Wahrscheinlichkeit für die Existenz außerirdischer Intelligenz ist sehr hoch
        Harald Zaun

      • Exotheologie
        Die Auswirkung galaktischer Lebensformen auf irdische Religionen
        Armin Kreiner

      • Cosmic Lingua
        Sprachprobleme im Universum
        Andrea Naica-Loebell

      • Interstellare Zeitmarker
        Per Synchronisation zum Kontakt
        Harald Zaun

      • SETI – die Suche nach Außerirdischen
        Forscher wollen zukünftig den gesamten Himmel simultan beobachten
        Hans-Arthur Marsiske

      • Es ist bereits zu spät!
        Chef des SETI-Instituts Frank Drake über die schwierige Forschung nach außerirdischer Intelligenz
        Harald Zaun

      • Das Wow-Signal von OSETI
        Suche nach optischen Botschaften aus dem All
        Harald Zaun, Jürgen Rink

      • Auf der Spur des Monolithen
        Haben fremde Intelligenzen bereits Zeichen in unserem Sonnensystem hinterlassen?
        Tobias Daniel Wabbel

      • Jenseits von Licht- und Radiowellen
        Neutrinos und Gravitationswellen als Träger von Botschaften
        Jürgen Rink

      • Fatale irdische Visitenkarte
        Wie gefährlich ist es, Signale ins Universum zu senden?
        Florian Rötzer

      Superzivilisationen

      • Allzu Außerirdisches
        Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl im Gespräch
        Harald Zaun

      • Exosoziologie
        Wissen und Spekulationen über intelligente Zivilisationen
        Michael Schetsche

      • Im Anfang war … das Ende
        Was bleibt nach dem Ende der Sterne?
        Rüdiger Vaas

      • Eine Hülle um die Sonne
        Mit Dyson-Sphären Sonnenenergie anzapfen
        Andrea Naica-Loebell

      • Der Weg zum Homo spaciens
        Was uns fehlt, um ins All aufzubrechen
        Marcus Hammerschmitt

      • Die Kosmo-Telepathen
        Ein Ruf aus der Dunkelheit – eine Kurzgeschichte
        Wolfgang Jeschke

      • Ein Universum nebenan
        Eine himmlische Botschaft und das ewige Leben
        Rüdiger Vaas

      • Damals vor Millionen Jahren
        Blick aus der Zukunft auf die Gegenwart – eine Erzählung
        Herbert W. Franke

      • Der galaktische Club
        Warum uns ferne Zivilisationen meiden
        Ulrich Walter
       
    • Autoren und Interviewpartner

       
      Prof. Isaac Asimov promovierte 1948 an der Columbia-Universität in New York in Chemie und hatte bis 1958 eine Professur an der Medizinischen Hochschule von Boston inne. Danach widmete er sich nur noch dem Schreiben, das er bereits 1937 mit seinen ersten Science-Fiction-Erzählungen begonnen hatte. Seine zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen erhielt er als einer der weltweit bekanntesten und produktivsten Science-Fiction-Autoren, verfasste aber auch erfolgreiche Sachbücher. Am 6. April 1992 starb Isaac Asimov in New York.
       
      Niels Boeing studierte Physik mit den Schwerpunkten Astrophysik und Wissenschaftstheorie an der RWTH Aachen und der TU Berlin. Er war von 1998 bis 2002 Wissenschaftsredakteur bei der Woche in Hamburg und arbeitet seitdem als freier Wissenschaftsjournalist und Buchautor.
       
      Dr. Thomas Bührke studierte Physik und promovierte am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Seit 1990 arbeitet er als Wissenschaftsjournalist und Buchautor und ist Redakteur einer Physikzeitschrift.
       
      Dr. Ian Crawford ist Astronom am Birkbeck College der University of London. Seine Hauptforschungsgebiete sind die interstellare Materie und protoplanetare zirkumstellare Scheiben.
       
      Prof. Frank Drake gilt als Begründer der modernen Suche nach Außerirdischen. Der emeritierte Professor für Forschung der Astronomie und Astrophysik führte 1960 das erste radioastronomische SETI-Experiment durch und entwickelte die Drake-Gleichung zur Abschätzung der Anzahl technisch hochentwickelter Zivilisationen in der Milchstraße. Bis heute beeinflusst er die SETI-Projekte unter anderem als Direktor des Carl Sagan Centers, dem Teil des SETI-Instituts, der sich der Erforschung des Lebens im Universum widmet.
       
      Prof. Lawrence H. Ford und Prof. Thomas A. Roman forschen an der Tufts University in Massachusetts und an der Central Connecticut State University. Die beiden Physiker widmen sich schon seit fast zwei Dekaden dem Thema negativer Energie.
       
      Prof. Herbert W. Franke studierte Physik, Mathematik, Chemie, Psychologie und Philosophie an der Universität in Wien. Seit 1957 ist er freier Schriftsteller. Seine Sach- und Fachbücher, Romane, Erzählungen und Hörspiele kreisen um Utopie und Zukunftsforschung sowie Beziehungen zwischen Kunst, Naturwissenschaft und Technik. Der Pionier der Computerkunst ist Mitbegründer des Festivals „Ars Electronica“ in Linz und betätigt sich theoretisch und praktisch in der Höhlenkunde.
       
      Marcus Hammerschmitt veröffentlicht als freier Schriftsteller und Journalist Romane, Erzählungen, Essays, Lyrik und Hörspiele, darunter das SWF/SWR-Hörspiel „Der silberne Thron“ und die Romane „Target“und „Das Herkules-Projekt“. Der studierte Philosoph und Germanist erhielt für seine Arbeiten zweimal den Science-Fiction-Preis und dreimal den Kurd-Laßwitz-Preis.
       
      Prof. Stephen W. Hawking studierte Physik am University College in Oxford und Kosmologie an der Universität Cambridge. Von 1979–2009 war er Inhaber des Lukaischen Lehrstuhls für Mathematik am Department of Applied Mathematics and Theoretical Physics, den schon Isaac Newton innehatte. Er zählt zu den populärsten Wissenschaftlern unserer Zeit. Seine Bücher „Eine kurze Geschichte der Zeit“, „Raum und Zeit“ (mit Roger Penrose) und „Das Universum in der Nussschale“ avancierten zu Bestsellern. Inzwischen emeritiert, kann Hawking auf zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen zurückblicken.
       
      Wolfgang Jeschke hat in München Philosophie, Germanistik und Anglistik studiert. Von 1978 bis 2002 war er im Wilhelm Heyne Verlag als Lektor für die Reihe „Heyne Science Fiction“ verantwortlich. Er zählt zu den weltweit renommiertesten und erfolgreichsten Science-Fiction-Autoren und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter dreimal den Kurd-Laßwitz-Preis für den besten Roman sowie 1987 den Harrison Award des internationalen Schriftstellerverbandes World SF. Jeschke veröffentlicht neben Romanen wie „Das Cusanus-Spiel“ auch Erzählungen, Sachbücher und Hörspiele.
       
      Usch Kiausch lebt in Mannheim und in Neustadt/Weinstraße und arbeitet als freie Journalistin, Lektorin, Übersetzerin und Referentin vornehmlich im Bereich internationale Science-Fiction. Seit 2002 hat sie in Neustadt mehrere öffentlich geför- derte Wissenschaftssymposien organisiert und geleitet, darunter „Visionen – Science Meets Fiction“ (2002) sowie Veran- staltungen zum Einstein-Jahr 2005 und zum Darwin-Jahr 2009.
       
      Prof. Armin Kreiner lehrt seit 2003 Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Schwerpunkte seiner Forschung sind der Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaft sowie die analytische Religionsphilosophie. Zurzeit arbeitet er an einem Buch mit dem Arbeitstitel "Christlicher Glaube und die Suche nach außerirdischer Intelligenz".
       
      Prof. Harald Lesch forscht am Institut für Astronomie und Astrophysik an der LMU in München und lehrt Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie SJ. Für seine Wissensvermittlung unter anderem mit den Fernsehsendungen Alpha Centauri und Lesch & Co. sowie in Vorträgen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Zurzeit moderiert er das ZDF-Magazin „Abenteuer Forschung“. 2009 erhielt er den IQ-Preis. Seit 2010 moderiert er auf ZDFneo die viertelstündige Sendung „Leschs Kosmos“.
       
      Dr. Hans-Arthur Marsiske arbeitet als freier Autor für verschiedene Print- und Onlinemedien vor allem zu Themen rund um Weltraum, Künstliche Intelligenz und die Kulturgeschichte des Feuers. Zuletzt erschienen "Endspiel 2050 – Wie Roboter Fußball spielen lernen" mit Hans-Dieter Burkhard und "Heimat Weltall – Wohin soll die Raumfahrt führen?".
       
      Andrea Naica-Loebell studierte Kommunikationswissenschaft, Geschichte und Politik. Seit ihrem ersten Blick durch ein Teleskop lässt sie die Faszination des Weltraums nicht mehr los. Zuletzt erschienen Sonderkästen-Texte und Essays von ihr im Brockhaus „Astronomie“. Für Telepolis schreibt die freie Journalistin und Buchautorin regelmäßig über wissenschaftliche Themen.
       
      Dr. Jürgen Rink beschäftigte sich in europäischen Forschungseinrichtungen mit ultrakalten Ionen und Atomen und zähmte zu diesem Zweck zahlreiche Laser. Anschließend wechselte er zum Journalismus als Redakteur bei c’t, übernahm später die Ressortleitung Mobile Computing und ist derzeit stellvertretender Chefredakteur Spezial- und Themenhefte im Heise Zeitschriften Verlag.
       
      Florian Rötzer legt als studierter Philosoph seinen publizistischen Schwerpunkt auf Medientheorie und Ästhetik. Seit 1996 prägt er als Chefredakteur das Online-Magazin Telepolis. Der Herausgeber der Telepolis-Buchreihe im Heise-Verlag ist auch selbst Autor zahlreicher Bücher.
       
      Frank Schätzing studierte Kommunikationswissenschaften. Der langjährige Kreativchef der Kölner Werbeagentur Intevi brachte 1995 seinen ersten Roman heraus: den historischen Krimi „Tod und Teufel“. Der große Durchbruch kam 2004 mit dem Wissenschaftsthriller „Der Schwarm“, der in 17 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Schätzing ist außerdem Mitbegründer der Musikproduktion Sounds Fiction, hat ein eigenes Tonstudio und produziert Hörbücher.
       
      Dr. Michael Schetsche ist Privatdozent am Institut für Soziologie der Universität Freiburg und Abteilungsleiter am Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene Freiburg. Der Politologe und Soziologe forscht zu Fragen aus der Wissens- und Mediensoziologie, der Soziologie sozialer Probleme, der qualitativen Prognostik und der Exosoziologie.
       
      Prof. Max Tegmark forscht und lehrt als Kosmologe am Massachusetts Institute of Technology bei Boston. Der schwedisch-amerikanische Wissenschaftler hat fraglos ein Faible für parallele Welten und das Multiversum.
       
      Rüdiger Vaas ist Philosoph, Publizist und Astronomie-Redakteur des populären Monatsmagazins „bild der wissenschaft“. Sein Buch „Hawkings neues Universum. Wie es zum Urknall kam“ gibt eine Einführung in die moderne Kosmologie.
       
      Prof. Wilhelm Vossenkuhl lehrt und forscht an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der promovierte Philosoph und ordentliche Professor der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft hat einen Konkordatslehrstuhl inne. Populärwissenschaftliche Sendungen auf BR-alpha und einige Bücher machten ihn einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Neben seinem TV-Einstieg mit Lesch & Co. blieb er BR-alpha treu und moderiert dort die Sendung „Philosophie“, unternimmt aber auch gelegentlich mit Harald Lesch philosophische Exkurse in das Reich der „Denker des Abendlandes“.
       
      Tobias Daniel Wabbel studierte Journalismus und ist Autor und Herausgeber von fünf Büchern, darunter „SETI – Die Suche nach dem Außerirdischen“ und „Leben im All“. Er arbeitet mit ARTE TV in der Sendung Cosmic Connexion zusammen sowie mit dem WDR Fernsehen bei der Reportagereihe „A40“. Sein neues Sachbuch „Der Templerschatz“ erscheint im Herbst 2010.
       
      Prof. Ulrich Walter leitet seit dem 1. März 2003 den Lehrstuhl für Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München. Er war vom 26. April bis zum 6. Mai 1993 im Rahmen der D2-Mission (STS-87) als Nutzlastexperte im Orbit. Walter ist Autor zahlreicher Bücher und hat schon mehrfach für Telepolis Special geschrieben.
       

      Dr. Harald Zaun arbeitet als freiberuflicher Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor. Der Bestseller-Coautor schreibt primär für Printmedien (Die Welt, Frankfurter Rundschau, Rheinischer Merkur, WAZ u. a.), gelegentlich für den Online-Bereich. Sein aktuelles Werk „Die kürzeste Geschichte allen Lebens. Eine Reportage über 13,7 Milliarden Jahre Werden und Vergehen“, das er gemeinsam mit Harald Lesch verfasst hat, wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Sein neues Werk über S.E.T.I. und die wissenschaftliche Suche nach außerirdischen Zivilisationen soll im April 2010 in der Telepolis-Reihe des Heise-Verlages erscheinen.

       
    • Liebe Leserin, lieber Leser,

      heute ist die Suche nach außerirdischen Spuren en vogue wie noch nie zuvor. Hierzu beigetragen haben die Planetenjäger, die bislang mehr als 430 Exoplaneten entdeckt haben, und die Hochrechnungen der Wissenschaftler, denen zufolge intelligentes Leben im All eher die Regel als die Ausnahme ist. Nicht zuletzt aber auch die immer sensibleren Teleskope und schnelleren Computer. Daher zweifelt kaum mehr ein ernsthafter Astrophysiker an dem Dasein hochstehender Kulturen im All. „Eigentlich bin ich mir sicher, dass sie existieren“, sagte der Physik-Nobelpreisträger von 2006, George F. Smoot, im ersten Telepolis-Special Kosmologie. Längst plädieren er und andere Nobelpreisträger eindringlich für eine intensivere wissenschaftliche Suche nach außerirdischen Zivilisationen. So auch der Physik-Nobelpreisträger von 1964, Charles Townes. Er schlug bereits 1961 vor, neben Radiowellen auch künstlich generierte Lichtsignale näher zu untersuchen. 25 Jahre später folgte er seinem eigenen Vorschlag und leitete ein SETI-Projekt.
       
      Wir stellen in diesem Magazin die Einschätzungen und Ausblicke renommierter Wissenschaftler wie Stephen Hawking, weithin bekannter Schriftsteller à la Isaac Asimov und Frank Schätzing sowie versierter Wissenschaftsjournalisten vor. Sie entführen uns auf eine höhere Alien-Ebene – mit der Konsequenz, dass wir den Begriff außerirdische Intelligenz viel weiter fassen können – und zwar inhaltlich wie auch räumlich. So stehen thematisch weniger „erdähnliche“ Intelligenzen in unserem Universum als vielmehr Superzivilisationen im Multiversum im Vordergrund. Wir fragen uns darüber hinaus, inwieweit ein potenzieller Kontakt mit einer uns weit überlegenen Zivilisation entgegen aller pseudoreligiösen Verklärung eventuell ernsthafte Gefahren mit sich bringen kann.
       
      Zum Pessimismus sehe ich persönlich allerdings keinen Anlass. Mit Blick auf die Suche nach Aliens halte ich es mit Arthur C. Clarke (1917–2008), dessen Credo auch die Philosophie dieses Specials widerspiegelt: „SETI stellt die höchstmögliche Form der Forschung dar, und wenn wir aufhören zu forschen, hören wir auf, menschlich zu sein.“
       
      Diesem Heft liegt die Video-DVD „Eyes on the Skies“ bei. Mein besonderer Dank dafür gilt Lars Lindberg Christensen von der europäischen Sternwarte ESO.
       

      Dr. Harald Zaun

       
     
     

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